Auberginen, tiefviolett
Allgemeines:

In diesem Monat möchte ich ein bis vor wenigen Jahren noch relativ unbekanntes Gemüse vorstellen. Es handelt sich um die einjährige Aubergine oder auch Melanzani, Eierfrucht oder Eierpflaume genannt. Die Aubergine (Solanum melongena) gehört wie die Tomaten und die Kartoffeln zu der Familie der Nachtschattengewächse. Das Gemüse stammt ursprünglich aus den tropischen Gebieten des asiatischen Raumes. Im 13. Jahrhundert kam es nach Europa. Die Ur-bzw. Stammform der Aubergine ist weiß oder gelb und nur hühnereigroß, daher auch die Bezeichnung Eierfrucht. Die heutigen Auberginen, die man zu kaufen bekommt, sind meist keulenartig und tiefviolett. Das Innere der Aubergine besteht aus einem saftlosen, schwammartigen Gewebe, welches wenig Eigengeschmack aufweist. Erst in Kombination mit anderen Gemüsen und Gewürzen schmeckt es ausgezeichnet und ist aus der orientalischen und südländischen Küche nicht wegzudenken. Auberginen können gebraten, gekocht und gegrillt werden, roh sollte man sie wegen dem Gehalt an Solanin nicht verspeisen. (nach dem Kochvorgang ist dies kein Problem mehr) Die Aubergine ist nur etwas für Gewächshäuser oder sehr warme und geschützte Lagen. Bereits Temperaturen unter 16° können zum Wachstumsstopp führen. In der Gesundheitsküche werden Auberginen besonders bei Rheuma, Ischias und Nierenleiden empfohlen. Neben noch allerlei positiven Einflüssen, ist es auch ein ausezeichnetes Diätgemüse.

Anbau Anbau:

Die Anzucht muss bei hohen Temperaturen (20°-25°) ab ca. Ende Januar erfolgen. Nach dem Auflaufen werden die Pflänzchen pikiert und in Einzeltöpfen bei 20° weiterkultiviert. Ins beheizte Gewächshaus können die Pflanzen ab Mitte bis Ende April, bei unbeheizten Gewächshäusern Ende Mai. Bei der Aubergine bietet sich wie bei der Paprika eine Topfkultur an. In einem Kübel auf der Terasse/Balkon kann man sie bei Bedarf schnell einräumen. Auberginen erfordern ungefähr die gleiche Pflege wie Tomaten. Sie gedeihen praktisch auf allen Böden, besonders gut aber auf humösen, lockeren kalkreiche Böden. Die Pflanzen werden bis zu einem Meter hoch und wachsen mehrtriebig. Die Triebe müssen hochgebunden werden. 3-4 Triebe sind für die Fruchtbildung optimal, der Rest kann entfernt werden. Auberginen müssen genauso ausgegeizt werden wie Tomaten. Geiztriebe sind die in den Blattachsen der Pflanze wachsenden Triebe. Die Triebe können auch eingekürzt werden, die Pflanze wächst dann buschiger. Regelmäßige Wassergaben und ab und an eine Düngergabe genügen. Geerntet wird wenn die Schale der Früchte seidig matt glänzt, wenn ein frischer, grüner Stiel zu sehen ist und wenn die Frucht auf Druck leicht nachgibt. Unreife Früchte glänzen wie poliert. Bei 8°-10° können die Früchte bis zu 10 Tagen aufbewahrt werden.

Sorten :

Neben verschiedenen Fruchtformen und -größen, gibt es auch unterschiedliche Farben. Maximal erreicht eine Aubergine ein Gewicht von ca. 1 kg und eine Länge von bis zu 30 cm.

Hier nun einige Sorten:

Goldgelbe: zuerst weiß, dann goldgelb
Thai Green: hellgrün 25 cm lang, leicht gebogen und einige Stacheln am Kelch
Applegreen: hellgrün, rundlich und eiförmig
Benary´s Blaukönigin: länglich, walzenförmig bis 18cm lang, violett-schwarz
Large Violett
Halblang Violette
Weiße Mini-Aubergine
Blacky: Schwarz-violett
NegroL: Schwarz-violett
Adona: Dunkelblau

...wenn Sie noch Fragen haben: [email protected]