(Sommer-)Portulak
Allgemeines

Allgemeines:

Der Sommerportulak oder einfach nur Portulak (Portulaca oleracea) stammt aus der recht kleinen Pflanzenfamilie der Portulakgewächse "Portulacaceae", zu der nur das wildwachsende Quellkraut, einige Zierpflanzen und der Sommer- wie auch der Winterportulak gehören.
Portulak ist auch unter dem Namen Bürzelkraut oder Bürzelkohl bekannt. Die Wildform stammt vermutlich aus dem westlichen Asien und verbreitete sich von da mehr als Unkraut, welches vielerorts kultiviert wurde, z.B. bei den Ägyptern, die es als Küchenkraut bereits verwendeten.
In Europa kannte man den Portulak seit dem Mittelalter. Besonders in England galt er als populäres Gemüse. Als anspruchslose Wildpflanze kommt Sommerportulak in ganz Europa vor. Samen bekommt man allerdings von der kultivierten Form, wobei man zwei verschiedenen Farbgebungen unterscheidet, da es keine Sorten gibt. Einmal den grünen Portulak und den goldgelben, der weicher ist, dafür aber anfälliger für Grauschimmel. Portulak ist eine einjährige Pflanze, die eiförmige, fleischig-saftige Blätter bildet. Die Keim-und Laubblätter weisen einen typischen Glanz auf.
Die Pflanzen wachsen bis zu einer Höhe von 15 - 30 cm und und bedecken den Boden mit reichlichen Verzweigungen. Der Geschmack ist nussartig und säuerlich, ansonsten einfach nur frisch. Bemerkenswert ist der hohe Eisen- und Calciumgehalt.
Der Sommerportulak ist wenig bekannt und genießt eine geringe wirtschaftliche Bedeutung. Bekannter und stärker im Trend ist dagegen der Winterportulak, der relativ kälteunempfindlich ist und den Winter über frische Grünkost liefert. Portulak wird als Gemüse und als Rohkost verwendet. In der Volksheilkunde gilt der Tee als blutreinigend.
Sobald sich die Blüten bilden, werden die Blätter hart und ungenießbar, deshalb sollten sie aus den Blattachsen herausgebrochen werden. Man kann sie angeblich auch als Kapernersatz einlegen.

Anbau

Anbau:

Sommerportulak gehört zu den wärmeliebenden Pflanzen. Die Aussaat sollte im Haus bei 16-18 Keimtemperatur erfolgen. Portulak ist ein Lichtkeimer, daher die Samen nur ganz leicht mit Erde bzw. Sand bedecken. Gesät werden kann ab April bis August in laufenden Folgesaaten. Portulak gehört zu den Gemüsen mit einer sehr kurzen Kulturdauer, nach 15 - 20 Tagen kann meist schon geerntet werden. Ein humöser, sandiger Boden eignet sich am besten. Zuviel Nässe schadet den Pflanzen, die dann schnell faulen oder eine leckere Mahlzeit für die Schnecken hergeben. Die Pflegearbeiten beschränken sich aufs Hacken und Unkrautzupfen. Gedüngt wird mäßig, ähnlich wie beim Spinat. Sommerportulak wird breitwürfig ausgesät. Wenn es ans Ernten geht, läßt man die zwei untersten Blätter stehen, aus ihnen entwickelt sich die Pflanze von neuem.


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