Viel Spaß im Oktober
Herzlich willkommen im Oktober!

Unser Gartenjahr neigt sich langsam dem Ende zu. Auch hat uns allerorts der September deutlich spüren lassen, dass der Herbst vor der Tür steht. Langsam müssen wir uns den Wintervorbereitungen widmen, nachdem die letzen Beete abgeerntet wurden. Übrigens kann jetzt noch Feldsalat gesät werden. Mit einem Vlies über dem Beet und nicht zu dicht stehend, entwickelt sich das leckere Grün zu stattlichen Pflanzen.
Auch wenn es schmerzen sollte, zu eng stehende Pflänzchen sollten ausgerissen werden.

Aber nun zur Düngung:

Wer jetzt einen fertigen Kompost hat, ist fein raus. Gesiebt, stellt er den wertvollsten Dünger dar, den man bekommen kann. Auch halbreifer Kompost darf im Herbst auf die Beete verteilt werden. Für beide gilt, dass sie nur oberflächlich eingeharkt werden dürfen. Diese Nährstoffzufuhr im Herbst genügt normalerweise aus. Nur die Gruppe der Starkzehrer wie alle Kohlsorten, Gurken, Tomaten, Paprika, Lauch, Sellerie und Kürbis, brauchen zusätzlichen Dünger. Wer es ganz genau wissen will, der kann eine Bodenprobe aus seinem Garten nehmen und diese bei einem Institut untersuchen lassen. Es hat sich herausgestellt, dass unsere Böden eher ein zuviel an bestimmten Stoffen (z.B. Phosphat ) haben, als zu wenig.
Aber was brauchen Pflanzen grundsätzlich zur Ernährung außer Licht, Luft und Wasser:
Die wichtigsten Stoffe sind der Stickstoff, aus dem Eiweiß für das Wachstum der Pflanze gebildet wird, Phosphat, welches die Wurzelbildung und die Fruchtbildung fördert und Kali, welches für den festen Aufbau des Pflanzengewebes sorgt. Hinzu kommt noch der Kalk, der einerseits die Zellwände festigt, andererseits die Säuren und giftigen Stoffe im Boden bindet. Zu guter Letzt kommen noch die Spurenelemente, wie Magnesium (für das Blattgrün) und Kupfer (schützt das Blattgrün) hinzu.
Ein zuviel von einem dieser Stoffe wirkt sich genauso negativ aus, wie ein zu wenig.
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten diese Nährstoffe dem Boden zukommen zu lassen. Das natürlichste und einfachste ist der eigene Kompost. Daneben kann man auch tierischen Dünger in Form von Mist oder Horn-und Knochenmehl nehmen. Der pflanzliche Dünger ist als Gründüngung (Leguminosen als Stickstoffsammler) oder als flüssige Pflanzenjauche möglich (z.B. Brennesseljauche=Stickstoff-und Kalihaltig).
Nicht zu vergessen sind die fertigen Düngemischungen, die man kaufen kann. Einen wichtigen Unterschied gibt es allerdings, bei mineralischen Düngern kann die Pflanze sofort die Nährsalze aufnehmen, bei einem organischen Dünger dauert es länger, weil die Bodenlebewesen diesen erst für die Pflanze aufbereiten müssen.
Im Herbst sollte man mit zuviel Dünger vorsichtig umgehen, weil unverbrauchter Dünger ins Grundwasser absickert.
Ein Allround-Dünger ist die Brennesseljauche: Ich muß zugeben, dass sie fürchterlich stinkt und das Verdünnen und Gießen nicht so ein doller Spass ist, aber man muß glaube ich die Vorteile in den Vordergrund stellen: Die Ausgangsmaterialien kosten kein Geld!
Es ist ein excellenter Stickstoff- und Kalidünger und leicht mit der Gießkanne anwendbar. Deshalb nun hier das Rezept, übrigens können damit alle Starkzehrer alle 2 Wochen gedüngt werden.

Man braucht:
- 2 kg frische Brennesseln
- mit 10 l Wasser aufsetzen
- 10-14 Tage gären lassen, dabei immer mal umrühren.
Die Jauche ist fertig, wenn sie nicht mehr schäumt. Zum Düngen muss sie mit 10 l Wasser vorher verdünnt werden.
Zusammenfassend möchte ich nochmal erwähnen, dass Düngen immer im Zusammenhang mit vielen anderen Maßnahmen im Garten gesehen werden muß, wie Lockern des Bodens, Bodenabdeckung, Gründüngung und Mischkulturen. Wenn das alles zusammenwirkt, können große, gesunde Pflanzen entstehen. Wer sich für noch mehr Informationen zum Thema Düngung interessiert, sollte es einmal mit den folgenden Seiten probieren: http://www.fh-weihenstephan.de/va/infos/merkblaetter/gb/hausgarten-duengung.html
oder:
http://www.fh-weihenstephan.de/va/infos/merkblaetter/gb/hausgarten-duenger.html


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