Im März Knollenziest
Anbau

Allgemeines:

Der Knollenziest (Stachys sieboldii), auch Japanische Kartoffel oder Chinesische Artischocke genannt, gehört zur Familie der Lippenblütler, wie auch die meisten unserer Heil- und Gewürzkräuter. Der Knollenziest ist das einzige Gemüse in dieser Pflanzenfamilie.
Interessant an dieser 30-45 cm hohen, buschigen Staude sind die knollenartigen Verdickungen, die sich im Herbst an den Wurzeln ausbilden. Diese 3-6 cm langen Knöllchen fallen durch ihre in ungleichmäßigen Abständen auftretenden Einschnürungen auf. Diese Einschnürungen entstehen durch die unterschiedlichen Wachstumsschübe der Wurzeln, die erst bei niedrigeren Temperaturen zu diesen Verdickungen neigen.
Der Knollenziest stammt ursprünglich aus Nordchina, angebaut wird er heute noch in Japan und Indien, und auch in Frankreich, wo er erst 1887 von Japan herrüberkam. Das Hauptanbaugebiet liegt rund um das franz. Dorf "Crosne". Daher auch der französische Name für Knollenziest: "Crosne de Japan".
Die fehlende Popularität von Knollenziest liegt wohl einmal an seinem kleinen Anbaugebiet, zum anderen wahrscheinlich an der etwas mühsamen Ernte per Hand, da die Erde aus den kleinen Einschnürungen herausgebürstet werden muss.
Der Name "Ziest" stammt aus dem Slawischen und bezieht sich auf eine Pflanze namens Heilziest, wobei "Ziest" soviel wie "Reinigen" bedeutet.
In den 70iger Jahren war der Knollenziest durch einen Virus fast vom Aussterben bedroht gewesen. Jetzt existieren virusresistente Sorten.
Der Knollenziest gilt als Delikatesse, sein Anbau ist bei uns nicht besonders schwierig. Eine Besonderheit ist, dass die Knöllchen absolut frosthart sind. Bei Bedarf kann also den ganzen Winter über direkt aus dem Garten geerntet werden.

Fertig fürs Beet

Anbau:

Der Anbau von Knollenziest ist relativ unproblematisch. Die Knöllchen werden im März in Horsten zu je 2-3 Stück, 8-10 cm tief, ausgesät. Der Abstand zwischen den Horsten beträgt ca. 30 cm.
Ideal ist ein nahrhafter, feuchter Lehmboden. Die Knöllchenbildung beginnt bei sinkenden Temperaturen ab dem Spätsommer. Geerntet werden kann ab Oktober nach dem Absterben der Stängel und Blätter.
Wenn Sie immer ein paar Knollen in der Erde lassen, kommt Ihr Knollenziest von ganz alleine wieder. s
Anbau

Zubereitung und Verwendung:

Der Knollenziest erinnert im Geschmack an Artischocken, Schwarzwurzeln oder auch den Blumenkohl. Hat man die Knöllchen geerntet und gereinigt, sollten sie so schnell wie möglich verbraucht werden. Sie haben nur eine recht dünne Haut und trocknen schnell aus. Eine kurzfristige Lagerung im Kühlschrank ist aber möglich.
Die Zubereitungsarten für Knollenziest ähneln denen von Spargel und Kohlrabi, daher kann man auch einfach so ein Rezept nehmen und das Gemüse austauschen. Eine sehr einfache Art der Zubereitung ist das blanchieren in Salzwasser für 5 min. Mit Butter verfeinert sind sie eine Köstlichkeit.

Saat-Knollen bekommt man:
über den Arche-Noah-Katalog, zu bestellen bei
Arche Noah
Obere Strasse 40
A 3553 Schiltern

oder
Detlef Landsmann
August-Bebel-Str. 45
15827 Blankenfelde


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